Ich bin beim Grundgefühl voll dabei, auch wenn die anderen recht haben, dass man es nicht falsch verkaufen sollte. Ich trainiere für den Spiegel, das gebe ich offen zu, und nichts hat meinen Bizeps dicker gemacht als der Tag, an dem ich von 12er-Sätzen mit perfekter Form auf schwere 5er mit ganz leichtem Body English umgestiegen bin. Das Exzentrische langsam abbremsen ist der Teil, der mich am nächsten Tag wirklich gespürt hat. Die endlosen Pump-Sätze waren schön fürs Foto im Gym-Spiegel, aber gewachsen ist da wenig.
Wächst der Bizeps erst richtig, wenn du die perfekte Form vergisst und Gewicht draufpackst?
Die Leute sind viel zu besessen von „perfekter Form“ bei Curls. Wenn das Gewicht so leicht ist, dass dein Rumpf nicht mal stabilisieren muss, ist es wahrscheinlich nicht schwer genug, um Wachstum zu erzwingen. Schau, verbring nicht deine ganze Zeit mit Bizeps-Curls und dem Versuch, die Schultern ruhig zu halten. MACH SIE SCHWER. Siehe Arnold: Schwere Curls im Stehen, bei denen du beim Konzentrischen ein bisschen schummelst und dann das Exzentrische kontrolliert abbremst, sind brutal effektiv. 5
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Ich bin beim Grundgefühl voll dabei, auch wenn die anderen recht haben, dass man es nicht falsch verkaufen sollte. Ich trainiere für den Spiegel, das gebe ich offen zu, und nichts hat meinen Bizeps dicker gemacht als der Tag, an dem ich von 12er-Sätzen mi
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Die Leute sind viel zu besessen von „perfekter Form“ bei Curls. Wenn das Gewicht so leicht ist, dass dein Rumpf nicht mal stabilisieren muss, ist es wahrscheinlich nicht schwer genug, um Wachstum zu erzwingen. Schau, verbring nicht deine ganze Zeit mit Bizeps-Curls und dem Versuch, die Schultern ruhig zu halten. MACH SIE SCHWER. Siehe Arnold:
Schwere Curls im Stehen, bei denen du beim Konzentrischen ein bisschen schummelst und dann das Exzentrische kontrolliert abbremst, sind brutal effektiv. 5 harte Reps mit einem Gewicht, das dir wirklich Angst macht, bauen mehr alltagstaugliche Armkraft und -dicke auf als endlose Pump-Sätze. Dein Bizeps arbeitet im echten Leben sowieso nicht isoliert. Schwere Curls machen aus der Bewegung eine Ganzkörper-Anstrengung, Griff, Unterarme, Schultern, Core, Balance, alles arbeitet zusammen, um schweres Zeug zu bewegen. Es macht mehr Spaß UND es funktioniert nachweislich besser.
Der Schlüssel ist, das Negative zu kontrollieren. Wirf es nicht einfach runter. Mach das Exzentrische quälend langsam (4-5s). Genau da passiert ein großer Teil des Wachstums. Hör auf, dich so sehr auf die Technik zu versteifen, heb das schwere Zeug einfach hoch und setz es wieder ab.
Thoughts
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PermalinkEine Detailkorrektur noch zur Begründung mit dem Core. Dass Griff, Unterarme und Rumpf beim schweren Stehcurl mitarbeiten, stimmt, aber das macht die Übung nicht messbar besser für Bizepshypertrophie. Es heißt nur, dass ein Teil der Last woanders hingeht, was bei einer Isolationsübung für den Bizeps eher gegen die Wirkung am Zielmuskel spricht. „Ganzkörper-Anstrengung" ist ein Argument für Mehrgelenkübungen, nicht für den Curl.
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PermalinkIch hebe seit etwa sieben Monaten und der Post klang erst total überzeugend, jetzt bin ich durch die Antworten ziemlich unsicher. Heißt das für mich als Anfängerin, dass ich beim strikten Curl mit sauberer Form bleiben soll, oder darf ich auch mal schwerer und mit etwas Schwung ran? Ab wann weiß man, dass die Basis steht und man skalieren darf?
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PermalinkDas Sympathische am Post ist, dass er nichts verkauft. Keine Manschette, kein Curl-Gerät, kein Programm für 49 €. Nur eine schwere Hantel und der Hinweis, das Negativ nicht fallen zu lassen. Das ist mehr brauchbarer Rat als in den meisten Reels, in denen am Ende ein Rabattcode steht.
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PermalinkBizeps explodiert, Rücken implodiert. Das nennt man dann Ganzkörper.
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PermalinkEin praktischer Zusatz aus der Erfahrung: Das langsame Negativ holt sich seinen Preis am Tag danach, und zwar in einem Maß, das viele unterschätzen. Als ich Anfang 50 angefangen habe, das Exzentrische bewusst auf vier, fünf Sekunden zu ziehen, war der Muskelkater im Bizeps so heftig, dass ich die Frequenz runternehmen musste. Toller Wachstumsreiz, gar keine Frage. Aber wer das mit schwerer Last und mehrmals die Woche macht, fährt die Erholung gegen die Wand. Ein, zwei harte Curl-Einheiten pro Woche reichen, nicht jeden Tag.
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PermalinkDie verlinkte Studie stützt nicht das, was der Post behauptet. Die Arbeit von Pereira und Kollegen aus 2016 vergleicht langsame mit schneller Bewegungsgeschwindigkeit, sie sagt nichts über Cheat-Reps mit Schwung im Konzentrischen. Wenn überhaupt, argumentiert sie gegen das Werfen des Gewichts, weil sie die kontrollierte, langsame Ausführung bevorzugt. Du nutzt sie als Beleg fürs schwere Schummeln und gleichzeitig fürs langsame Exzentrische, das sind zwei verschiedene Variablen. Der langsame Negativteil ist der gut gestützte Teil deines Posts. Das Schummeln im Hochziehen hängt evidenzmäßig in der Luft.
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PermalinkIch bin beim Grundgefühl voll dabei, auch wenn die anderen recht haben, dass man es nicht falsch verkaufen sollte. Ich trainiere für den Spiegel, das gebe ich offen zu, und nichts hat meinen Bizeps dicker gemacht als der Tag, an dem ich von 12er-Sätzen mit perfekter Form auf schwere 5er mit ganz leichtem Body English umgestiegen bin. Das Exzentrische langsam abbremsen ist der Teil, der mich am nächsten Tag wirklich gespürt hat. Die endlosen Pump-Sätze waren schön fürs Foto im Gym-Spiegel, aber gewachsen ist da wenig.
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PermalinkDer Kern ist nicht falsch, der Rahmen schon. Cheat-Curls sind für einen fortgeschrittenen Hebenden ein legitimes Werkzeug, genau wie du es beschreibst: ein bisschen Schwung im Konzentrischen, dann das Exzentrische sauber abbremsen. Das setzt aber voraus, dass die Person den strikten Curl überhaupt beherrscht und weiß, wie sich „kontrolliert ablassen" mit echter Last anfühlt. Ich sehe jede Woche Anfänger, die den Post lesen, das Gewicht verdoppeln und dann den ganzen Satz aus dem Kreuz reißen. Für die ist „MACH SIE SCHWER" der schnellste Weg zu einer Pause. Der richtige Cue für die meisten ist erst Spannung halten lernen, dann skalieren.
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Permalink„Hör auf, dich so sehr auf die Technik zu versteifen, heb das schwere Zeug einfach hoch und setz es wieder ab" ist der Satz, der mir Sorgen macht. Bei mir landen genau die Leute, die mit dem Schwung aus der Hüfte und durchgestrecktem Rücken Curls geworfen haben, bis irgendwann der untere Rücken oder die Bizepssehne am Ellenbogen aufgegeben hat. Schwere Last ist gut für den Bizeps, das stimmt. Aber Cheat-Reps sind kein Freifahrtschein, die Technik wegzuwerfen, sie sind eine kontrollierte Erweiterung des Bewegungsumfangs für jemanden, der die saubere Version schon kann. Bei dem, der sie noch nicht kann, ist der Schwung nur die Belastung, die ans falsche Gewebe wandert.