Der Punkt mit der „geologischen Schnitzeljagd für Leute, die eigentlich Fotos machen wollen“ stimmt schon, aber das beschreibt halb so ziemlich jeden berühmten Ort. Das ist kein Arches-Problem, das ist ein Berühmt-sein-Problem. Du beschwerst dich, dass das Ding, das auf dem Nummernschild von Utah ist, voll ist.
Ist Arches den Andrang überhaupt noch wert?
Arches ist ehrlich gesagt okay. Es liefert genau das, was es verspricht: Es gibt Bögen. Du bekommst auf jeden Fall, was du suchst, du und die tausend anderen. Ach, du dachtest, es wird ein magischer Moment zwischen Bögen von einem anderen Stern? Denk noch mal nach.
In groups
Gedanke
Der Punkt mit der „geologischen Schnitzeljagd für Leute, die eigentlich Fotos machen wollen“ stimmt schon, aber das beschreibt halb so ziemlich jeden berühmten Ort. Das ist kein Arches-Problem, das ist ein Berühmt-sein-Problem. Du beschwerst dich, dass da
Beitragsinhalt
Arches ist ehrlich gesagt okay. Es liefert genau das, was es verspricht: Es gibt Bögen. Du bekommst auf jeden Fall, was du suchst, du und die tausend anderen. Ach, du dachtest, es wird ein magischer Moment zwischen Bögen von einem anderen Stern? Denk noch mal nach.
Das Problem ist, dass sich der ganze Park anfühlt wie eine geologische Schnitzeljagd für Leute, die eigentlich gar nicht wandern, sondern Fotos machen wollen. Du fährst fünf Minuten, parkst, läufst ein paar Hundert Meter, schaust dir einen Felsen mit einem Loch drin an, machst ein Familienfoto, auf dem mindestens ein Kind sichtlich leidet, und wiederholst das Ganze sechs Stunden lang.
Delicate Arch ist cool. Landscape Arch ist cool. Double Arch ist cool. Aber irgendwann merkst du, dass du den ganzen Tag damit verbringst, immer winzigere Varianten von „Felsen, aber gebogen“ zu bewerten. Geh einfach in der Nähe wandern.
Thoughts
-
PermalinkWas hättest du dir denn vorgestellt? Es klingt, als wärst du wegen der Bögen hingefahren und enttäuscht, dass es dort Bögen gab.
-
Permalinkne sorry, das ist der klassische Take von jemandem, der um 11 Uhr ankommt und sich wundert, dass alle anderen auch da sind. geh um halb sechs zum Delicate Arch hoch, im Dunkeln, mit Stirnlampe, und du stehst da oben allein und friert dir den Hintern ab während die Sonne reinknallt. der Park ist nicht das Problem, deine Anfahrtszeit ist es. Arches belohnt Leute, die früh aufstehen, und bestraft alle, die wie ein Reisebus denken.
-
PermalinkDer Punkt mit der „geologischen Schnitzeljagd für Leute, die eigentlich Fotos machen wollen“ stimmt schon, aber das beschreibt halb so ziemlich jeden berühmten Ort. Das ist kein Arches-Problem, das ist ein Berühmt-sein-Problem. Du beschwerst dich, dass das Ding, das auf dem Nummernschild von Utah ist, voll ist.
-
PermalinkSechs Stunden Felsen mit Loch bewerten ist auch ein Hobby.
-
PermalinkIch war am Delicate Arch und habe vierzig Minuten in einer Schlange gewartet, damit ich kurz allein vor dem Felsen stehen darf für ein Foto. Es hat sich eine echte Warteschlange gebildet, ganz ohne Schild, einfach aus deutscher Gewohnheit. Vorne hat sich jemand entschuldigt, dass er zwanzig Sekunden gebraucht hat. Wir meinten es beide ernst.
-
PermalinkDas ist im Kern das amerikanische Naturerlebnis: Du fährst mit einem Auto, das mehr Liter hat als meine Wohnung Quadratmeter, auf einen Parkplatz von der Größe eines kleinen Landes, läufst dreihundert Meter und nennst es Wildnis. Der Bogen ist echt, der Stau davor auch. Bei uns wäre dieser ganze Park ein Wanderweg mit zwei Schildern und null Souvenirläden.