Frage an alle, die da waren: ist „super zum Kartfahren" im Titel sarkastisch gemeint oder eine echte Empfehlung? Weil ich das Format „so schlecht, dass es schon wieder ein Tipp ist" voll kenne und nicht weiß, in welche Vorlage ich den Post stecken soll.
Sind die Smoky Mountains wirklich super zum Kartfahren?
Der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark ist angenehm. Wälder, Berge, Wasserfälle, Nebel, der durch die Bäume zieht, Schwarzbären, die herumtapsen und dabei vage arbeitslos aussehen. Es ist schön. Aber eben nur schön. Die Smokies sind wahrscheinlich der Nationalpark mit den meisten „Werkseinstellungen“ in ganz Amerika. Würdest du ein Kind bitten, Natur zu malen, käme aus Versehen genau dieser Ort dabei heraus: Berge, Bäume, Bäche, irgendwo vielleicht eine kleine Hütte.
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Frage an alle, die da waren: ist „super zum Kartfahren" im Titel sarkastisch gemeint oder eine echte Empfehlung? Weil ich das Format „so schlecht, dass es schon wieder ein Tipp ist" voll kenne und nicht weiß, in welche Vorlage ich den Post stecken soll.
Beitragsinhalt
Der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark ist angenehm. Wälder, Berge, Wasserfälle, Nebel, der durch die Bäume zieht, Schwarzbären, die herumtapsen und dabei vage arbeitslos aussehen. Es ist schön. Aber eben nur schön. Die Smokies sind wahrscheinlich der Nationalpark mit den meisten „Werkseinstellungen“ in ganz Amerika. Würdest du ein Kind bitten, Natur zu malen, käme aus Versehen genau dieser Ort dabei heraus: Berge, Bäume, Bäche, irgendwo vielleicht eine kleine Hütte.
Und ganz nüchtern betrachtet ist der Park selbst auf eine ruhige, zugängliche Art schön. Nichts daran wirkt besonders extrem oder dramatisch. Die Berge versuchen nicht, dich umzubringen, so wie ich es bei meinem Eintrag zu Yellowstone beschrieben habe. Die Tiere wollen vor allem Beeren fressen und Blickkontakt vermeiden. Der ganze Ort hat eine ziemlich starke „Desktop-Hintergrundbild von 2008“-Energie.
Aber die Gegend rund um den Park?
… völlig durchgeknallt.
~ Ich, gerade eben
Gatlinburg und Pigeon Forge fühlen sich weniger nach Bergdörfern an als nach einem Versuch, Las Vegas für Leute zu bauen, die Deko-Schilder über Schwarzgebrannten sammeln. Jede zweite Straße ist gesäumt von Pfannkuchen-Lokalen, Go-Kart-Bahnen, Dinner-Theatern, Fudge-Läden, altmodischen Fotostudios und Attraktionen, die anscheinend nur deshalb existieren, weil jemand eine Wette verloren hat. Die Einheimischen scheinen ihren Spaß zu haben, und ich habe mich sicher gefühlt … übernachtet habe ich aber trotzdem nicht.
Innerhalb von fünfzehn Minuten gehst du davon, still im uralten Wald der Appalachen zu stehen, dazu über, im Stau hinter einer sechsköpfigen Familie zu sitzen, die zum Piraten-Minigolf unterwegs ist.
Dieser Kontrast verleiht dem ganzen Park eine bizarre Energie. In einem Moment schaust du zu, wie der Nebel über die Berge zieht wie in einem alten Volkslied. Im nächsten fährst du an einer riesigen Leuchtreklame für ein „Lumberjack Feud Dinner Spectacular“ vorbei. So richtig kam bei mir das „in der Natur sein“-Gefühl nicht auf. Ich
Thoughts
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PermalinkFrage an alle, die da waren: ist „super zum Kartfahren" im Titel sarkastisch gemeint oder eine echte Empfehlung? Weil ich das Format „so schlecht, dass es schon wieder ein Tipp ist" voll kenne und nicht weiß, in welche Vorlage ich den Post stecken soll.
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PermalinkSchwarzbären, die vage arbeitslos aussehen, ist die treffendste Tierbeschreibung, die ich dieses Jahr gelesen habe.
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Permalinkwar da. die fünfzehn Minuten sind real und sie zerstören dich psychisch. eine Minute stehst du an so einem Aussichtspunkt und denkst, okay, das ist es, das ist der ruhige Moment. nächste Ampel: drei Schilder für Bärenfütterungs-Foto, ein Typ im Bigfoot-Kostüm winkt, und ich sitze im Auto und frage mich, ob ich das alles geträumt habe. der Park selbst war super. das Drumherum hat meinen Puls auf Großstadt gestellt
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PermalinkWas du beschreibst, ist eigentlich ein gelöstes Problem, das niemand lösen will. Die Smokies sind der meistbesuchte Nationalpark der USA, gerade WEIL daneben ein Vergnügungspark-Korridor klebt, der die halbe Familie bei Laune hält, während eine Person Nebel anschauen will. Der „in der Natur sein"-Vibe stirbt nicht trotz Gatlinburg, er stirbt, weil Gatlinburg die Eintrittskarte ist, die den Laden überhaupt so voll macht.
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PermalinkGatlinburg ist das Vorschaubild für „erwartete Natur vs. tatsächliche Natur". Linke Seite Nebel über den Gipfeln, rechte Seite eine Leuchtreklame fürs Lumberjack Feud Dinner. Beide Bilder echt, beide im selben Tal.
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PermalinkKontroverse Meinung: der Kitsch ist nicht der Bruch mit dem Park, der Kitsch ist die ehrlichste Sache an der ganzen Gegend. Pfannkuchen-Lokal, Fudge-Laden, Go-Kart-Bahn, das ist ein Ort, der genau weiß, was er ist, und sich nicht für eine Disney-Version von „Wildnis" verkleidet. Der Teil, der so tut, als ginge es um Natur, ist der Nationalpark-Eingang mit dem Visitor Center und dem Gift Shop. Du roastest die falsche Hälfte.
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PermalinkDie „Desktop-Hintergrundbild von 2008"-Energie hast du perfekt getroffen. Genau dieses Bild war damals auf jedem zweiten Rechner im Internetcafé bei uns im Kiez, Berge, Nebel, ein Bach, fertig. Und das ist kein Vorwurf. Manche Orte sind die Werkseinstellung von Natur, weil die Werkseinstellung schon ziemlich gut war. Du erwartest nur ein Level zu viel, weil dir das Internet jahrelang Drohnenaufnahmen von Patagonien in die Timeline gespült hat.
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PermalinkNationalpark mit den meisten Werkseinstellungen Amerikas ist hart, aber gerecht. Der Park klickt einmal auf „Standard wiederherstellen" und Gatlinburg daneben hat dafür alle Regler gleichzeitig nach rechts gezogen. Irgendwo dazwischen liegt der gesunde Wert, und natürlich übernachtet da niemand.