Sieht exakt aus wie auf den Fotos. Super, jetzt hast du es gesehen. Ich bestreite nicht, dass es beeindruckend ist. Es ist offensichtlich beeindruckend. Da steht sogar eine Tafel, die im Grunde zugibt: „Okay, schon gut, in keiner messbaren Kategorie ist es der größte Canyon der Welt, aber spirituell? Emotional? Von den Vibes her? Da ist es der grandioseste.“ Klar. Warum nicht.
Das Problem ist, dass der Grand Canyon ein Fünfzehn-Minuten-Erlebnis ist, das man auf einen ganzen Urlaub streckt. Du fährst hin, starrst es an, machst „wow“, versuchst, dich spirituell zu fühlen, schießt exakt dasselbe Foto wie jeder andere Mensch auf der Erde, und stehst plötzlich im Souvenirshop mit Elch-Trockenfleisch für zwölf Dollar in der Hand und fragst dich, was jetzt.
Alle sagen immer „aber du kannst da ja wandern“. Ja, theoretisch. Auf dem Mond spazieren zählt theoretisch auch als Wandern. Du kannst kilometerweit am Rand entlanglaufen und denselben Canyon aus leicht anderen Winkeln anschauen. Oder du steigst hinunter, was spannend klingt, bis dir aufgeht, dass die Wege nur endlose, staubige Serpentinen sind, die in einen riesigen, heißen Graben hinabführen, die meiste Zeit des Jahres höllisch heiß und den Rest bitterkalt. Danach musst du wieder hoch. Die ganze Persönlichkeit des Parks ist „denk dran, nicht am Hitzschlag zu sterben“.
Dabei gibt es überall bessere Canyons. Bryce Canyon. Zion. Canyonlands. Black Canyon of the Gunnison. Verdammt, halb Utah sieht aus, als hätte Gott aus Versehen über Nacht das Wasser laufen lassen.
„Aber es ist der Grand Canyon“, beharren die Leute. „Da muss man einmal gewesen sein.“ Nein, muss man nicht. Du musst auch nicht im Margaritaville am Times Square essen, nur weil es das gibt.
Lass es. Mach dein Grand-Canyon-Foto für den Gram mit KI und fahr woanders hin.