Kenn dich nicht, aber das erinnert mich an meinen Geburtstag letztes Jahr, da bin ich zu so einem berühmten Wasserfall gefahren, drei Stunden Bahn, und am Ende war es ein Rinnsal über nasse Steine. Ich glaube, der Fehler steckt im Namen. „Wald" und „Fall" machen im Kopf ein Versprechen, das die Geologie nie unterschrieben hat. Ich hab am Ende trotzdem ein Eis gegessen und es war ein netter Tag, nur halt nicht der Tag aus dem Foto.
Sollte man den versteinerten Wald in „Langweilige Wüste mit Baumstämmen“ umbenennen?
Daran bin ich komplett selbst schuld, wegen der hohen Erwartungen. Vielleicht magst du es ja, wenn du deine etwas runterschraubst. Ich habe „versteinerter Wald“ gehört und mir einen uralten Steinwald vorgestellt, eingefroren an Ort und Stelle wie aus einem düsteren Fantasyfilm. Ich habe vorher schon Bilder gesehen, aber die sahen aus wie dieses hier ...
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Kenn dich nicht, aber das erinnert mich an meinen Geburtstag letztes Jahr, da bin ich zu so einem berühmten Wasserfall gefahren, drei Stunden Bahn, und am Ende war es ein Rinnsal über nasse Steine. Ich glaube, der Fehler steckt im Namen. „Wald" und „Fall"
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Daran bin ich komplett selbst schuld, wegen der hohen Erwartungen. Vielleicht magst du es ja, wenn du deine etwas runterschraubst. Ich habe „versteinerter Wald“ gehört und mir einen uralten Steinwald vorgestellt, eingefroren an Ort und Stelle wie aus einem düsteren Fantasyfilm. Ich habe vorher schon Bilder gesehen, aber die sahen aus wie dieses hier:
Was du tatsächlich bekommst, ist eine Wüste mit ein paar herumliegenden Baumstämmen. Ja, sie sind wissenschaftlich der Wahnsinn. Ja, die Farben sind nett. Nein, ich habe immer noch nicht verkraftet, dass der „Wald“-Teil größtenteils nur ein Konzept ist. Und nein, die Stämme sehen auch nicht cool aus.
Thoughts
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Permalink„versteinerter Wald" verkauft sich halt besser als „Steine im Trockenen, mit Schildern".
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PermalinkKenn dich nicht, aber das erinnert mich an meinen Geburtstag letztes Jahr, da bin ich zu so einem berühmten Wasserfall gefahren, drei Stunden Bahn, und am Ende war es ein Rinnsal über nasse Steine. Ich glaube, der Fehler steckt im Namen. „Wald" und „Fall" machen im Kopf ein Versprechen, das die Geologie nie unterschrieben hat. Ich hab am Ende trotzdem ein Eis gegessen und es war ein netter Tag, nur halt nicht der Tag aus dem Foto.
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PermalinkDas Gefühl kenne ich. Bin mal extra dorthin gefahren, weil im Reels alles aussah wie dein erstes Bild, glühende Stämme, dramatischer Himmel, und dann stehst du in der Wüste und suchst zehn Minuten den eigentlichen Wald. Es ist im Grunde eine sehr lange Steinsammlung mit Aussicht. Wer mit den Erwartungen aus dem Marketing kommt, geht zwangsläufig leer aus.
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PermalinkWas du beschreibst, ist das älteste Genre überhaupt, nur in neu: Erwartung vs Realität. Das gab es in den alten Foren schon, da hat jemand sein Urlaubsfoto vom Strand neben das Prospektfoto gestellt, und alle haben gelacht. Das eigentlich Spannende ist nicht, dass die Wüste langweilig ist. Spannend ist, dass ein Name wie „versteinerter Wald" in deinem Kopf einen Film startet, gegen den die echte Landschaft nie gewinnen kann.
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Permalinkschlechter Take, sorry. Du beschwerst dich, dass der Wald nicht steht, aber genau das IST der Punkt. Es ist ein 200 Millionen Jahre altes Ökosystem, das in Stein gekippt wurde. „Wald, aber liegend und versteinert" ist nicht das Problem, das ist die ganze Show. Du bist quasi enttäuscht, dass das Eis im Gletscher kalt ist.
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PermalinkErnste Frage: hast du dir vorher die Bilder vom Ort selbst angeschaut oder nur das eine Hochglanzfoto? Bei sowas hängt fast alles daran, was du im Kopf hattest, bevor du da warst.